Insights
Wohin deutsche Unternehmen ihre KI-Budgets investieren
Deutsche Unternehmen planen, mehr in KI zu investieren als ihre internationalen Konkurrenten. Inder Umfrage von SAP und Oxford Economics für das Jahr 2026 gehen die deutschen Befragten davon aus, in diesem Jahr durchschnittlich rund 35 Millionen Euro zu investieren, verglichen mit 24 Millionen Euro im gesamten Umfragekreis.
Wohin das Geld fließt
-
Bosch –Mehr als 2,5 Milliarden Euro im Bereich KI bis Ende 2027. Bosch rechnet zudem damit, dass der Umsatz mit Software und Dienstleistungen bis zum Beginn des nächsten Jahrzehnts 6 Milliarden Euro übersteigen wird, wobei ein Großteil davon bereits auf KI basieren wird.
-
Volkswagen –Bis zum Jahr 2030 sollen im Rahmen der bestehenden Investitionsplanungbis zu 1 Milliarde Euro in die KI-gestützte Fahrzeugentwicklung, industrielle Anwendungen und eine leistungsstarke IT-Infrastruktur fließen. VW geht davon aus, dass der umfassende Einsatz von KI im gesamten Unternehmen bis zum Jahr 2035 zu Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen in Höhe von bis zu 4 Milliarden Euro führen wird.
-
Deutsche Telekom– EinePartnerschaft mit Nvidia im Bereich der industriellen KI-Cloud im Wert von 1 Milliarde Euro. Die gemeinsam mit Nvidia und dem Rechenzentrumspartner Polarise entwickelte Cloud wurde im Februar 2026 offiziell in Betrieb genommen.
-
Siemens –Siemens investiert1 Milliarde Euro in industrielle KI. Vorstandsvorsitzender Roland Busch erklärt, dass der Großteil dieser Investition in die USA fließen werde, wobei Siemens den USA und China Vorrang einräume, sofern sich die EU-Vorschriften nicht ändern. Darüber hinausstellt Siemenssein Simcenter-Simulationsportfolio und seine Digital-Twin-Technologie über die „Industrial AI Cloud“ der Deutschen Telekom zur Verfügung.
-
SAP– SAPschraubt die Personal- und Reisekosten zurück, um Investitionen in KI Vorrang einzuräumen. Zudem hat das Unternehmeneine strategische Investition in das Automatisierungsunternehmen n8n getätigt und eine mehrjährige Geschäftsvereinbarung unterzeichnet.„Trending Topics“ berichtet unter Berufung auf einen Insider, dass sich das Gesamtvolumen des Engagements von SAP auf über 60 Millionen Euro belief, einschließlich einer Sekundärtransaktion mit Aktien und einer Lizenzvereinbarung. Die Unternehmen haben den genauen Betrag nicht bekannt gegeben. Durch die Transaktion wurde n8n mit 5,2 Milliarden US-Dollar bewertet.
Die Realitätsprüfung
-
LautSAP und Oxford Economics verfügen nur 48 % der befragten deutschen Unternehmen über einen eigens dafür zuständigen KI-Verantwortlichen.
-
Neun von zehn (90 %) der befragten deutschen Unternehmen geben an, dass agentische KI ein mäßiges bis sehr hohes Potenzial zur Transformation ihres Unternehmens besitzt; dennoch geben nur 4 % an, vollständig darauf vorbereitet zu sein, KI-Agenten einzusetzen und zu skalieren.
-
Laut derselben Studie von SAP und Oxford Economics sind 77 % nicht davon überzeugt, dass ihre KI-Implementierung ihr volles Potenzial ausschöpft.
-
LautBitkom gibt ein Drittel (33 %) der deutschen Unternehmen, die bereits KI einsetzen, an, dass dies zu deutlich höheren Kosten als erwartet geführt habe.
-
LautHorváth haben deutsche Mittelstandsunternehmen für das Jahr 2025 rund 0,4 % ihres Umsatzes für KI veranschlagt, während es bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 5 Milliarden Euro oder mehr 0,5 % waren.
Cloud & AI Infrastructure
Cloud & Cyber Security Expo
Big Data & AI World
Data Centre World